Mentale Unfallnachsorge

Sie finden es vermutlich ungewöhnlich oder haben noch nie darüber nachgedacht, wegen eines Unfalls – sei es mit dem Auto, beim Sport, oder ein Sturz von einer Treppe oder Leiter – zu einem Coach zur Nachsorge zu gehen.Oder denken Sie gar :“ich bin doch kein Sensibelchen, das ich deswegen was machen muss, Zähne Zusammenbeißen und durch“.

Aber seien Sie versichert, in meiner Praxis habe ich immer wieder erlebt, dass selbst kleine fast unscheinbare Unfälle das Potenzial haben, Dauerstress zu verursachen.

Denn jeder Unfall geht immer mit einem erhöhten Stresserleben einher, da es eine ungewöhnliche Situation ist. In einem so gesteigerten Erregungszustand wird das gesamte Erleben, sprich unsere eigenen Gedanken, jedes gehörte Wort, unsere Aktionen ausnahmslos anders bewertet. So kommt es dann ganz schnell dazu, dass aus einer Mücke Elefanten werden oder aus einer kleinen Katze ganze Tiger.

All das Wahrgenommene manifestiert sich dann als „Komplettpaket“ in unserem Schmerz- und Stressgedächtnis.

Dieses ist auf unterschiedlichen Ebenen ein stetiger Energieräuber, ähnlich einem Computerprogramm, das sich nicht abschalten lässt und ständig im Hintergrund mitläuft und so die effektive und effiziente Verarbeitung der anderen Programme stört.

Das gilt für kleine Unfälle, aber erst recht für größere, auch wenn sie schon Jahre zurückliegen.

Wenn Sie an einen/Ihren letzten Unfall zurückdenken:

  • Sind Gedanken an den Unfall noch schmerzhaft?
  • Machen Sie sich oder anderen noch Vorwürfe?
  • Gibt es ein Gefühl von Scham oder Peinlichkeit darüber, das Ihnen „das“ passiert ist?
  • Vermeiden Sie gleiche oder ähnliche Situationen?
  • Durchzuckt es Sie körperlich immer noch, wenn Sie an den Unfall denken?
  • Fühlen Sie sich immer wieder mulmig, wenn Sie in gleiche oder ähnliche Situationen kommen?
  • Schlafen Sie seit dem Unfall schlechter?
  • Sind Sie nervöser oder unsicherer geworden?
  • Sehen Sie ab und zu immer noch einzelne Bilder oder das gesamte Unfallgeschehen vor ihrem inneren Auge? Oder hören Sie noch bestimmte Geräusche, die mit dem Unfall zusammenhängen?
  • Haben Sie seitdem Freude und Spaß an bestimmten Dingen verloren?

Wenn es ein Sportunfall gewesen ist:

  • Üben Sie diese Sportart noch aus?
  • Tun Sie dies immer noch mit der gleichen Freude und Leichtigkeit wie vor dem Unfall?
  • Konnten Sie wieder an Ihr altes Leistungsniveau anknüpfen?
  • Vermeiden Sie ähnliche Situationen und Herausforderungen, die zum Unfall geführt haben?

Nicht behandelte Unfälle können:

  • chronischen Stress verursachen mit all seinen bekannten Folgen wie Schlaflosigkeit, Nervosität, Unkonzentriertheit.
  • Ängste können sich entwickeln, die uns dann sehr einengen.
  • Beziehungen beenden wegen stummer oder laut geäußerter Vorwürfe.
  •  Uns einschränken, weil wir bisherige Aktivitäten verringern.
  • Ungeahnte Folgen für sich und der Menschen in Ihrer Umgebung haben.

Gehen Sie auf Nummer sicher, machen Sie sich frei von alten Unfallerlebnissen. Machen Sie einen Termin für eine mentale Unfallnachsorge, für Ihren ganz persönlichen Check up.

In aller Regel ist so ein Unfall-Schock nach ein zwei Sitzungen schnell überwunden.

Wie erfolgreich, hilfreich und manchmal dringend notwendig ein Coaching nach Verletzungen – auch nach alten Verletzungen – ist, können Sie in dem ausgezeichneten Artikel von Günter D. Klein nachlesen, der in der Fachzeitschift „handballtraining 5+6/09 erschienen ist.
Hier beschreibt Günter Klein ausführlich, wie er namhafte Handballer nach Verletzungen mit der WINGWAVE® Methode  gecoacht hat.
Genaus so arbeite auch ich, vor allem mit der WINGWAVE® Methode, wenn es um die erfolgreiche Verarbeitung von Schock- und Stresserlebnissen nach Unfällen geht.

Hier gehts zum Artikel von Günter D. Klein:
https://www.menschundmotion.de/pdf/Handballtraining%2056%202009%20Klein.pdf

Hier finden Sie mich auf youtube:
https://www.youtube.com/watch?v=8teF7Sfvj6U